Erste Baumfällungen stehen kurz bevor.
Seit Jahren ist die Planung einer B49-Südumgehung Reiskirchen hoch umstritten. Im
Februar sollen dafür durch Baumfällungen erste Tatsachen geschaffen werden. Die
Initiative „Sanieren statt Planieren“ lädt gemeinsam mit den „Naturfreunden
Jossollertal e.V.“ zu einem Spaziergang ein, bei dem vor Ort die Baupläne erläutert
und auf die irreversiblen Schäden hingewiesen werden sollen. Vernünftigere
Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung werden vorgestellt.
Erst kürzlich wurden 3 Mrd. Euro für die Sanierung von Straßen gestrichen, um damit
neue Straßen zu bauen. Statt die Neuverschuldung für den Erhalt der Infrastruktur,
für den ÖPNV und für die Finanzierung des Deutschlandtickets einzusetzen, soll neu
gebaut werden, was auch weiter unterhalten werden muss. Die B49-Südumgehung
Reiskirchen ist eine dieser 23 zusätzlichen großen Straßen. Dabei wird sie die notwendige und ersehnte, deutliche Entlastung der Ortsdurchfahrten vermutlich nicht bringen, weil der Verkehr
zu den Gewerbegebieten und Einkaufszentren in den Wohngebieten bleibt.
Vernünftigere und viel kostengünstigere Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung
stehen zur Verfügung. Neben den schon lange bekannten Maßnahmen wie Tempo 30
und dem Ausbau der Vogelsbergbahn sind seit Sommer 2025 bei Stau auf
Autobahnen „situationsbedingte Ortsdurchfahrtsverbote“ möglich. Auch die derzeit
wieder diskutierte Regiotram nach Gießen würde mit zusätzlicher Haltestelle in
Lindenstruth deutlich entlasten.
Treffpunkt: Feuerwehr Reiskirchen um 14.15 Uhr
Wem der gesamte Weg nach Lindenstruth und zurück (7,4 km) zu lang ist, kann nur
um Reiskirchen mitlaufen (2,9 km) oder durch den Buchwald zurückkehren (5,7 km).
