Gemeinsam demonstrieren wir auf dem Rad. Alle FLINTA* (Frauen*, Lesben, Inter, nicht binäre, Trans und Agender Personen) sowie alle Männer, die sich gegen diskriminierende, patriarchale Strukturen stellen wollen, sind eingeladen, sich in der Protestfarbe Lila zu kleiden und gemeinsam mit uns in eine gleichberechtigtere Zukunft zu fahren.

Das Fahrrad steht dabei als Symbol für Emanzipation – Frauen* mussten sich das Fahrradfahren hart erkämpfen. Zu groß die Angst, dass Frauen* zu selbstbestimmt werden und den Männern und dem Patriarchat davon radeln.

Wir laden alle Menschen ein, die für eine gerechte, solidarische und respektvolle Gesellschaft einstehen. Besonders angesprochen sind Frauen, queere Personen sowie alle Menschen, die aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Identität Diskriminierung erfahren – und ebenso Männer, die sich aktiv gegen Ungleichheit, Sexismus und patriarchale Strukturen stellen.

Das Fahrrad steht für Freiheit, Bewegung und Selbstbestimmung. Diese Freiheit war und ist nicht für alle gleich zugänglich: Viele Frauen und queere Personen erleben im Alltag unsichere Orte – auf Straßen, Wegen und Plätzen der Stadt. Mit dieser gemeinsamen Fahrraddemonstration machen wir diese Unsicherheiten sichtbar und zeigen auf, wo Stadt und Straßenverkehr Menschen ausschließen oder gefährden.
Frauen mussten sich das Recht zu radeln hart erkämpfen, weil selbstbestimmte Bewegung immer auch Macht bedeutet. Heute treten wir gemeinsam in die Pedale – laut, sichtbar und solidarisch – um diese Freiheit für alle zu verteidigen und einzufordern.
Kommt in der Protestfarbe Lila und fahrt mit uns für eine Zukunft, in der Sicherheit und gleiche Rechte für alle selbstverständlich sind.

Info-Spaziergang am So., 1. 2. 2026 gegen den Bau der B49-Südumgehung Reiskirchen

Erste Baumfällungen stehen kurz bevor.

Seit Jahren ist die Planung einer B49-Südumgehung Reiskirchen hoch umstritten. Im
Februar sollen dafür durch Baumfällungen erste Tatsachen geschaffen werden. Die
Initiative „Sanieren statt Planieren“ lädt gemeinsam mit den „Naturfreunden
Jossollertal e.V.“ zu einem Spaziergang ein, bei dem vor Ort die Baupläne erläutert
und auf die irreversiblen Schäden hingewiesen werden sollen. Vernünftigere
Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung werden vorgestellt.
Erst kürzlich wurden 3 Mrd. Euro für die Sanierung von Straßen gestrichen, um damit
neue Straßen zu bauen. Statt die Neuverschuldung für den Erhalt der Infrastruktur,
für den ÖPNV und für die Finanzierung des Deutschlandtickets einzusetzen, soll neu
gebaut werden, was auch weiter unterhalten werden muss. Die B49-Südumgehung
Reiskirchen ist eine dieser 23 zusätzlichen großen Straßen. Dabei wird sie die notwendige und ersehnte, deutliche Entlastung der Ortsdurchfahrten vermutlich nicht bringen, weil der Verkehr
zu den Gewerbegebieten und Einkaufszentren in den Wohngebieten bleibt.
Vernünftigere und viel kostengünstigere Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung
stehen zur Verfügung. Neben den schon lange bekannten Maßnahmen wie Tempo 30
und dem Ausbau der Vogelsbergbahn sind seit Sommer 2025 bei Stau auf
Autobahnen „situationsbedingte Ortsdurchfahrtsverbote“ möglich. Auch die derzeit
wieder diskutierte Regiotram nach Gießen würde mit zusätzlicher Haltestelle in
Lindenstruth deutlich entlasten.

Treffpunkt: Feuerwehr Reiskirchen um 14.15 Uhr
Wem der gesamte Weg nach Lindenstruth und zurück (7,4 km) zu lang ist, kann nur
um Reiskirchen mitlaufen (2,9 km) oder durch den Buchwald zurückkehren (5,7 km).



Enthusiastinnen willkommen

Radfahren ist kinderleicht … ? !

Radfahrkurse für Frauen* von Frauen*

wir finden:
alle sollten die Möglichkeit haben radfahren zu können –
auch, wenn sie es als Kind nicht gelernt haben

wir planen:
ein offenes dauerhaftes niedrigschwelliges Angebot
zum gemeinsamen Lernen und Üben

wir suchen:
Frauen* die wie wir enthusiastische Radelnde sind
und das gern weitergeben möchten

du hast Lust mitzumachen
dann melde dich gerne unter free@dasallrad.org

* Es soll ein Angebot sein, in dem sich Frauen, Lesben, Inter, nicht binäre, Trans und Agender Personen willkommen und sicher fühlen können.

Radeln für ALLE

Pressemitteilung, Gießen 01. April 2025

Mit dem Motto “Radeln für Alle” starten die Vereine Inklusive Freizeit Mittelhessen und das ALLrad
ab dem 04. April in die dritte gemeinsame Radsaison. Jeden Freitag von April bis
Oktober rollen die inklusiven Fahrradtouren um Gießen. Los geht es jeweils um 15:30
Uhr vor der Strandbar am Schwanenteich in Gießen.

„Wir radeln gemeinsam eine ca. zweistündige Runde. Letztes Jahr waren wir zum
Beispiel am Kneippbecken bei Atzbach, in der Lollarer Eisdiele, am Busecker Schloss
oder im Kleintierpark in Steinbach,“ berichtet Sandra Wenzel vom IFM Verein.
Die Strecke orientiert sich an den individuellen Fähigkeiten und Wünschen der
Anwesenden. Um dabei zu sein braucht es keine Anmeldung – einfach mit dem
eigenem, oder einem vorab geliehenem Inklusionsrad vorbeikommen und mit radeln.

Menschen mit Unterstützungsbedarf oder mit erheblich eingeschränkter Mobilität
gemeinsame Radausflüge zu ermöglichen ist beiden Vereinen ein großes Anliegen.
„Wir haben tolle Erfahrungen mit dem E-Paralleltandem von ALLrad und der E-Rikscha
von „Vereine werden inklusiv“ der Lebenshilfe Gießen gemacht,“ ergänzt Wenzel.
Wer zum Radfahren ein Tandem, ein Paralleltandem, ein Liegedreirad oder ein
Stufentandem braucht, kann vorab solche Räder über „das ALLrad“ leihen. „Bitte
einfach Bescheid geben wenn wer auf einem Tandem eine zweite Person braucht“, lädt
das ALLrad-Mitglied Fusl ein.

für weitere Informationen:
vorstand-ifm@web.de
Sandra Wenzel: 0176/65914307
Christian Wimmel: 0175/4545927
Jörg Luckert: 0151/12546324

weitere Informationen zu den Inklusionsrädern von ALLrad:
dasallrad.org/inklusionsraeder
oder per Telefon bei Fusl
unter 0641/20009601 und 0176/45623327

1. Purple Ride Fahrraddemo in Gießen

Für mehr Sicherheit und Sichtbarkeit im öffentlichen Raum!

Am Freitag den 7. März, dem Vorabend des Internationalen Frauentag 2025, laden das ALLrad und das Büro für Frauen und Gleichberechtigung der Stadt Gießen zum ersten „Purple Ride“ Gießens um 18 Uhr zum Kirchenplatz ein.

Die lila Fahrraddemo rollt für eine geschlechtergerechte Verkehrsplanung und mehr Sichtbarkeit der unterschiedlichen Bedürfnisse. Dabei macht sie aufmerksam auf die anhaltende Ungleichbehandlung der Geschlechter, die sich auch in der Verkehrsplanung niederschlägt. Lange galt die männliche Perspektive als Norm und die Verkehrs- und Stadtplanung ist noch immer zu sehr an männlichen Bedürfnissen ausgerichtet.

Doch die Mobilitätsbedürfnisse von Menschen unterscheiden sich grundsätzlich. Nach wie vor wird Arbeit rund um Kinder, Pflege und Haushalt – kurz Care-Arbeit – von Frauen geleistet. Diese anhaltende Rollenverteilung beeinflusst das Mobilitätsverhalten immens. Diejenigen, die Care-Arbeit erbringen, sind häufiger mit oder für Kinder oder pflegebedürftige Menschen unterwegs und legen kürzere, aber mehr Wege zurück.

Während Frauen weitaus häufiger zu Fuß gehen, den ÖPNV oder das Fahrrad nutzen um zum Beispiel die Kinder in die Kita zu bringen, den Einkauf zu erledigen oder die Mutter im Heim zu besuchen, wählen Männer in der Regel das eigene Auto oder den Firmenwagen für den häufig längeren, aber weniger komplexen Weg zur Arbeit ohne viele Zwischenhalte. Menschen in Care-Arbeit haben durchschnittlich weniger Einkommen und Menschen mit weniger Einkommen unterhalten seltener Autos – wie z.B. in häuslicher Pflege tätige Migrantinnen.

Verkehrs- und Raumplanung stellt Autos ins Zentrum und orientiert sich am „typisch männlichen“ Mobilitätsverhalten; andere Verkehrsarten werden dem untergeordnet. Es sind Männer die fordern das Bahn- und Busangebot im ländlichen Raum noch mehr einzuschränken.

Die Fahrraddemo wirbt für eine sozial-ökologische Verkehrswende und für eine Planung im öffentlichen Raum, die alle Bedürfnisse berücksichtigt. Das Fahrrad ist dabei auch Sinnbild für Emanzipation: Frauen* mussten sich das Radfahren in Europa hart erkämpfen und noch immer gibt es Länder, in welchen fahrradfahren für Frauen* verboten oder geächtet ist. Denn wer Rad fährt ist unabhängig und selbstbestimmt mobil.

Die Verbesserung der Mobilität per Rad, Fuß und ÖPNV steigert berufliche

Möglichkeiten, fördert soziale und politische Teilhabe sowie Zugang zu Gesundheits- und öffentlichen Diensten und gibt Sicherheit und Schutz.

Im Anschluss an die Demo ist Raum für solidarische Vernetzung. Und das ALLradTeam lädt herzlich dazu ein mitzuwirken, dass in Gießen dauerhaft ein offenes Angebot zum Radfahrenlernen für Frauen* entsteht.

weitere Infos im Internet:

feministische Verkehrspolitik https://www.vcd.org/artikel/feministische-verkehrspolitik

Purple Ride https://www.strasse-zurueckerobern.de/geschichten/purple-ride/

Büro für Frauen und Gleichberechtigung der Stadt Gießen
https://www.giessen.de/index.php?ModID=7&FID=1894.251.1&object=tx%2C1894.251.1